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<title>Rahmenzither</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rahmenzither</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Eine <b>Rahmenzither</b> (englisch <i>frame zither</i>), bekannt als <i>Kru-Harfe</i> (englisch <i>Kru harp</i>), ist ein einfaches und seltenes <a href="Saiteninstrument" title="Saiteninstrument">Saiteninstrument</a>, das nur an der <a href="Westafrika" title="Westafrika">westafrikanischen</a> Küste zwischen <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a> und der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a> vorkommt und seinen historischen Namen von den hauptsächlich in <a href="Liberia" title="Liberia">Liberia</a> lebenden <a href="Kru_(Volk)" title="Kru (Volk)">Kru</a> erhielt. Die Rahmenzithern sind in der <a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a> als Untergruppe (316) der <a href="Zither" title="Zither">Zithern</a> (31) klassifiziert. „<a href="Harfe" title="Harfe">Harfe</a>“ gehört zur historischen Bezeichnung und ist keine instrumentenkundliche Klassifizierung. Die fünf bis zehn Saiten der Rahmenzithern sind frei zwischen einem Saitenträger aus einer Astgabel, aus einem von drei Stäben gebildeten Dreieck oder einem halbkreisförmig gebogenen Stab gespannt und werden durch die Verbindung mit einem Resonanzkörper aus einer Kalebassenhalbschale verstärkt. Einige der regionalsprachlichen Namen sind <i>bagida, kani, gambareh, oba, koning, koningei, toa, do</i> und <i>djourou</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft">Herkunft</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zithern">Zithern</h3></div>
<p>Die einfachste Form einer Zither ist eine zwischen zwei in den Boden gesteckten Pfosten gespannte Pflanzenfaser als Saite. Um die Schwingungen der Saite hörbar zu machen, ist in der Mitte eine Grube ausgehoben und mit einer Membran überdeckt. Eine Verbindung durch eine Schnur oder einen Stab von der Mitte der Saite zur Membran überträgt bei dieser <a href="Erdzither" title="Erdzither">Erdzither</a> die Schwingungen auf den Resonanzraum im Boden. Eine andere Konstruktion eines aus einem elastischen Saitenträger und einem Erdloch bestehenden Saiteninstruments ist der <a href="Erdbogen" title="Erdbogen">Erdbogen</a>. Leicht und transportabel ist hingegen der elastische Saitenträger beim mit dem Mund verstärkten <a href="Mundbogen" title="Mundbogen">Mundbogen</a>. Soll bei einem einsaitigen Kalebassen-<a href="Musikbogen" title="Musikbogen">Musikbogen</a> mit einem aus einer <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebasse</a> bestehenden Resonanzkörper die Saitenzahl erhöht werden, ergibt sich als naheliegendste Erweiterung des Musikbogens die Rahmenzither.
</p><p>Laut <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a>’ (1940) hypothetischem Schichtenmodell zur vorgeschichtlichen Entwicklung der Musikinstrumente gab es im ältesten <a href="Jungpal%C3%A4olithikum" title="Jungpaläolithikum">paläolithischen</a> Stratum nur <a href="Rassel" title="Rassel">Rasseln</a>, <a href="Schrapinstrument" title="Schrapinstrument">Schrapinstrumente</a>, <a href="Schwirrger%C3%A4t" title="Schwirrgerät">Schwirrhölzer</a> und <a href="Eintonfl%C3%B6te" title="Eintonflöte">Eintonflöten</a>, aber weder Trommeln noch Saiteninstrumente. Die ersten Saiteninstrumente im nachfolgenden mittleren Stratum waren demnach Erdharfe, Erdzither und Musikbogen. Je weiter ein Musikinstrument über mehrere Kontinente verbreitet und je einfacher es ist, desto älter ist es nach diesem Modell.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das regional begrenzte Vorkommen der Rahmenzithern spricht für eine jüngere Entstehung und ihre Form fügt sich in die Entwicklungslinie Mundbogen – Musikbogen, der auf einen am Boden liegenden Resonator gelegt wird – Kalebassen-Musikbogen, bei dem der Resonator am Saitenträger festgebunden ist – mehrere Saiten in Verbindung mit einem Resonanzkörper.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der nur in Afrika südlich der Sahara vorkommenden Gruppe der <a href="Pluriarc" title="Pluriarc">Pluriarc</a> (Bogenlauten) sind mehrere, vom Musikbogen übernommene elastische Saitenträger mit einem Resonanzkörper verbunden, sodass ein mehrsaitiges Instrument entsteht, das in der Hornbostel-Sachs-Systematik den <a href="Lauteninstrument" title="Lauteninstrument">Lauten</a> zugeordnet wird, weil die Saiten zumindest teilweise parallel zur Resonanzdecke verlaufen. Von den elastischen Saitenträgern unterscheidet <a href="Erich_Moritz_von_Hornbostel" title="Erich Moritz von Hornbostel">Erich Moritz von Hornbostel</a> (1933) grundsätzlich die von den Musikstäben, also Stabzithern mit einem festen Saitenträger ausgehenden Entwicklungen wie Stabzithern mit Kalebassenresonator (<i><a href="Zeze_(Zither)" title="Zeze (Zither)">zeze</a></i> in Ostafrika) und Röhrenzithern (Bambusröhrenzither <i><a href="Valiha" title="Valiha">valiha</a></i> in Madagaskar), aus deren paralleler Anordnung mehrsaitige Floßzithern, Brettzithern (<i><a href="Bangwe" title="Bangwe">bangwe</a></i> in Malawi) und Trogzithern (<i><a href="Inanga" title="Inanga">inanga</a></i> in Ostafrika) hervorgegangen sind.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Adungu">Adungu</h3></div>
<p>Eine Vorstufe in der Entwicklung vom einsaitigen Musikbogen zu einer Rahmenzither mit festem Rahmen stellt der mehrsaitige Musikbogen – oder die elastische Rahmenzither – <i>adungu</i> der <a href="Acholi_(Ethnie)" title="Acholi (Ethnie)">Acholi</a> im Norden <a href="Uganda" title="Uganda">Ugandas</a> dar, der aus einem U-förmig gebogenen Saitenträger besteht. Die zwischen beiden Seiten in der Form eines Z gespannte Schnur bildet drei unterschiedlich lange Saiten. Der Stab eines Exemplars ist 85 Zentimeter lang. Die leisen Töne der <i>adungu</i> werden verstärkt, wenn die Mitte des Saitenträgers auf eine umgedrehte Kalebassenhalbschale gestellt wird. Die <i>adungu</i> wird nur von Frauen gespielt, die den Resonator in ihren Schoß legen. Die Musikerin kann die Saite an einer beliebigen Stelle mit dem Finger, einem Stab oder einer Münze berühren, um einen höheren Ton als den Grundton zu erzeugen. Ursprünglich nur solistisch gespielt wird die <i>adungu</i> seit den 1970er Jahren auch in einem Ensemble mit dreitönigen Akkorden zur Gesangsbegleitung verwendet und hierfür in drei bis vier Größen mit bis zu 2 Metern Stablänge hergestellt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i><a href="Adungu" title="Adungu">Adungu</a></i> heißt bei den <a href="Alur" title="Alur">Alur</a> im Nordwesten von Uganda und in der <a href="Demokratische_Republik_Kongo" title="Demokratische Republik Kongo">Demokratischen Republik Kongo</a> auch eine sieben- bis neunsaitige Bogenharfe. Ein anderer <a href="Bantusprachen" title="Bantusprachen">bantusprachiger</a> Name für dieses Saiteninstrument bei den Alur ist <i>adingilii</i>, eine wahrscheinlich lautmalerische Parallele zum kameruner Lamellophon <i><a href="Timbrh" title="Timbrh">timbili</a></i><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein ähnlicher halbkreisförmiger Musikbogen ist der dreisaitige <i>ekidongo</i> der Ankole im Südwesten von Uganda. Er wird zur Resonanzverstärkung auf eine umgedrehte, am Boden liegende Blechschale (Kochtopf) gesetzt. Die beiden inneren, kürzeren Saiten zupft der Musiker leer, während er die obere Saite an zwei Stellen an einem Ende mit dem Kinn verkürzt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ohne Resonanzkörper, nur mit dem Mund verstärkt, spielen die <a href="Hamar_(Volk)" title="Hamar (Volk)">Hamar</a> in Südwestäthiopien einen zweifach nach einer Seite gegabelten Zweig, dessen drei Enden durch jeweils eine Saite aufgebogen werden.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kipokandet">Kipokandet</h3></div>
<p>Aus Ostafrika sind zwei weitere seltene Saiteninstrumente bekannt, von denen eines als Mischform von Rahmenzither und mehrsaitigem Musikbogen betrachtet werden kann. Dieses Saiteninstrument, von dem Ulrich Wegner (1984) keinen Namen angibt, besteht aus einem fast vollständig zu einem Kreis gebogenen Stab. Eine Saitenschnur wird nicht wie beim mehrsaitigen Musikbogen <i>adungu</i> quer zwischen den beiden Stabhälften, sondern drei oder vier Mal rechtwinklig dazu zwischen der Stabmitte und den beiden Enden verknotet. Als Resonanzkörper dient eine unverbundene Kalebasse. Es wird von Frauen der zu den <a href="Nuba" title="Nuba">Nuba</a> gezählten Masakit in den <a href="Nuba-Berge" title="Nuba-Berge">Nuba-Bergen</a> (Region <a href="Kurdufan" title="Kurdufan">Kurdufan</a>) im Sudan gespielt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Werden die beiden Enden einer U-förmigen Astgabelung durch eine Querstange verbunden und die Saiten wie beim Nuba-Instrument längs bis zur Querstange geführt, so ergibt sich die Konstruktion einer <a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leier</a> ohne Resonanzkörper. Diese Mischform aus Rahmenzither und einer ostafrikanischen Leier wie der <i><a href="Litungu" title="Litungu">litungu</a></i> im Westen <a href="Kenia" title="Kenia">Kenias</a> oder der <i><a href="Tom_(Leier)" title="Tom (Leier)">tom</a></i> im Südsudan heißt bei den hauptsächlich im westkenianischen <a href="Nandi_County" title="Nandi County">Nandi County</a> lebenden <a href="Nandi_(Ethnie)" title="Nandi (Ethnie)">Nandi</a> <i>kipokandet</i>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Exemplar der <i>kipokandet</i> mit fünf Saiten aus gedrehten Pflanzenfasern, das 1907 im Berliner Völkerkundemuseum archiviert wurde, ist 77 Zentimeter lang und 32 Zentimeter breit.
</p><p>Ulrich Wegner (1984) klassifiziert die <i>kipokandet</i> als „Sonderform der Rahmenzither“,<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in die Literatur ist sie jedoch als <i>Nandi lyre</i> („Nandi-Leier“) eingegangen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die an beiden Seiten durchbohrte und auf die Enden der Astgabel gesteckte Querstange entspricht konstruktiv der Jochstange einer ostafrikanischen Leier und ist – neben der Anordnung der Saiten – das wesentliche Unterscheidungsmerkmal von den westafrikanischen Rahmenzithern. Vom Ansatz der Astgabel bis zur Querstange sind fünf annähernd parallele Saiten traditionell aus gedrehter Pflanzenfaser gespannt. Eine sechste Saite daneben ist nicht gestimmt und wird nicht gezupft; sie dient als Ersatz, falls eine andere Saite reißt. Von der Leier stammt auch ein kleines Holzstück, das manchmal am unteren Ende wie ein <a href="Steg_(Saiteninstrument)" title="Steg (Saiteninstrument)">Steg</a> unter die Saiten geschoben wird. Im Unterschied zu den typischen Leiern fehlt ein integrierter Resonanzkörper.
</p>
<p>Eine ähnliche Zither/Leier oder „Rahmenleier mit externem Resonator“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist die <i>chepkesem</i> (auch <i>chepkeser</i>) der <a href="Kipsigis_(Ethnie)" title="Kipsigis (Ethnie)">Kipsigis</a> in Kenia mit vier (oder fünf) Saiten. Laut Ulrich Wegner (1984) spielten nur noch alte Männer dieses Instrument, indem sie den Resonator provisorisch durch am Boden zusammengefaltete Hautdecken ersetzten, auf den sie die untere Spitze des Rahmens stellten. Zeitgemäßer und für diesen Zweck geeigneter ist ein Blechkanister. Nach dem alten Namen der Kipsigis wurde dieses Saiteninstrument früher auch <i>Lumbwa lyre</i> genannt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Resonator">Resonator</h3></div>
<p>Zu den afrikanischen Saiteninstrumente ohne eigenen Resonator, die lediglich beim Spiel zur Klangverstärkung mit einer geeigneten Schale oder einem geschlossenen Körper in Kontakt gebracht werden, gehören außer manchen Rahmenzithern und Musikbögen (<i>ekidongo</i> in Uganda) auch einige Musikstäbe und Brettzithern. Die Brettzither <i><a href="Bangwe" title="Bangwe">bangwe</a></i> in <a href="Malawi" title="Malawi">Malawi</a> wird zu diesem Zweck über die Öffnung eines aufgeschnittenen Ölkanisters gehalten, wie dies üblicherweise bei afrikanischen <a href="Xylophon" title="Xylophon">Xylophonen</a> und <a href="Lamellophon" title="Lamellophon">Lamellophonen</a> geschieht.
</p><p>Bei ostafrikanischen Trogzithern oder Schalenzithern wie der <i><a href="Inanga" title="Inanga">inanga</a></i> in Ruanda und der <i><a href="Ligombo" title="Ligombo">ligombo</a></i> der <a href="Hehe" title="Hehe">Hehe</a> in Tansania ist die hölzerne Schale zugleich Resonanzkörper und Saitenträger, manche Typen werden zusätzlich auf die Öffnung einer Kalebasse gelegt oder darauf festgebunden. Bei einem <i>ligombo</i>-Typ wird der rinnenförmig ausgehöhlte Saitenträger entweder auf eine Kalebassenhalbschale aufgelegt oder diese wird zwischen den Saiten und dem Träger eingeklemmt. Die <a href="Sandawe" title="Sandawe">Sandawe</a> legen ein Ende ihrer Zither <i>tloto</i> auf eine umgedrehte Kalebasse und die <a href="Hema_(Ethnie)" title="Hema (Ethnie)">Hima</a> legen ihre <i><a href="Inanga#Verbreitung" title="Inanga">enanga mpima</a></i> über eine Waschschüssel aus Holz oder Metall.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hallstattzeit">Hallstattzeit</h3></div>
<p>In Zentraleuropa sind aus der eisenzeitlichen <a href="Hallstattzeit" title="Hallstattzeit">Hallstattkultur</a> (800–450 v. Chr.) Abbildungen von Saiteninstrumenten auf Keramiktöpfen und Bronzegefäßen (<a href="Situla_(Gef%C3%A4%C3%9F)" title="Situla (Gefäß)">Situla</a>) überliefert, die als Rahmenzithern, Kastenzithern oder Leiern interpretiert werden. Die Strichzeichnungen zeigen zum einen mehrere Typen von Leiern, von denen eine symmetrische, eher kantige Form als „Hallstatt-<a href="Phorminx" title="Phorminx">Phorminx</a>“ und eine asymmetrische Form mit einem geschweiften Joch als „Situlen-Leier“ bezeichnet wird. Andere Darstellungen, auf denen kein Resonanzkörper, sondern nur ein einfacher rechteckiger Rahmen mit parallelen Saiten erkennbar ist, wurden als „Rahmenzither“ oder „<a href="Harfe" title="Harfe">Harfe</a>“ klassifiziert (fälschlich auch als „Rahmenleier“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>). Beate Maria Pomberger (2020) vermutet jedoch, dass es sich dennoch um Leiern gehandelt haben dürfte, deren nicht eingezeichneter Resonanzkasten bis etwa zur Mitte des dargestellten Rechtecks reichte.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Francis Galpin zieht in seinem Werk über frühe <a href="Mesopotamien" title="Mesopotamien">mesopotamische</a> Musikinstrumente von 1937 eine Verbindung von <a href="Sumer" title="Sumer">sumerischen</a> Bogenharfen über <a href="Altes_%C3%84gypten" title="Altes Ägypten">altägyptische</a> bis zu den heutigen ostafrikanischen Bogenharfen, die in einfacherer und kleinerer Form Nachfahren der in der ägyptischen Hochkultur abgebildeten Instrumente seien. Mit <a href="Niloten" title="Niloten">nilotischen</a> Völkern seien sie den Nil aufwärts und später nach Westafrika gelangt. In diesem Zusammenhang erwähnt Galpin auch die „Kru-Harfe“, für deren Entstehung er ebenfalls einen „äußeren Einfluss aus einem anderen Kontinent“ annimmt.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein solcher konnte bislang nicht konkretisiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform_und_Klassifizierung">Bauform und Klassifizierung</h2></div>
<p>Bei den westafrikanischen Rahmenzithern werden eine dreieckige und eine halbrunde Rahmenform unterschieden, die an der unteren Spitze bzw. in der Mitte des gebogenen Stabes mit einer halben <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebasse</a> als Resonanzkörper verbunden sind. Die dreieckige Form bildet ein ungefähr gleichseitiges Dreieck aus zwei am unteren Ende verbundenen Stäben, die durch einen in ein seitliches Bohrloch an den äußeren Enden gesteckten dritten Stab gespreizt werden. Fünf bis zehn Saiten aus Pflanzenfasern verlaufen parallel zu dieser Querstange. Eine Variante der dreieckigen Form ist eine Astgabel wie bei der <i>toa</i> der <a href="Kissi_(Volk)" title="Kissi (Volk)">Kissi</a>. Instrumente mit Astgabeln besitzen eine direkt am beginnenden Hauptast angesetzte Kalebasse. Bei einer Konstruktion aus drei Stäben kann die untere Verbindungsstelle sichtbar sein oder die beiden Stäbe werden wie bei ostafrikanischen Schalenleiern durch zwei Löcher in die Kalebassenhalbschale gesteckt und in deren Innerem verbunden.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei einem solchen, als „Kru-Harfe“ bezeichneten Exemplar aus der Elfenbeinküste, das 1902 in die Sammlung des Berliner Völkerkundemuseums gelangte, führen die beiden Seitenarme etwa im Winkel von 60° in die Kalebasse. Deren Durchmesser beträgt etwa 15 Zentimeter, die Höhe des aufgestellten Instruments 46 Zentimeter und seine Breite etwa 29 Zentimeter.<sup id="cite_ref-Wegner229_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wegner229-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die zweite Form aus einem zum Halbkreis gebogenen Saitenträger kommt ohne Querstange aus. Hier werden fünf Saiten zwischen den Enden der Stange parallel gespannt.
</p><p>Bei den Kissi bestehen die Saiten aus <a href="Liane_(Pflanze)" title="Liane (Pflanze)">Lianenfasern</a>, bei den <a href="Weh" title="Weh">Weh</a> (Guere) in der Elfenbeinküste aus <a href="Raphia" title="Raphia">Raphiafasern</a>. Die Saitenbefestigung ist eine Eigenheit der Rahmenzithern. Auf der einen Seite werden die Saiten durch ein Loch in der Stange geführt, dann zweimal um den Stab gewickelt und mit dem Ende unter die Umwicklung der benachbarten tieferen Saiten gesteckt. Am anderen Stab werden die Saiten zweimal umwickelt und verknotet.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zum Stimmen verschiebt der Musker die Wicklungen an diesem Stab in beiden Richtungen.
</p><p>Die erste Klassifizierung der afrikanischen Saiteninstrumente unternimmt <a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a> (1901) nach eigenen, von der Form des Saitenträgers und des Resonanzkörpers abgeleiteten Kriterien. Zwischen der ersten Gruppe (Musikbögen), der sechsten Gruppe (<a href="Pluriarc" title="Pluriarc">Pluriarc</a>) und der elften Gruppe (Kerbstegzithern <i><a href="Mvet" title="Mvet">mvet</a></i>) ist die „Harfe der Kru“ als siebte Gruppe einsortiert. Ankermann beschreibt die dreieckige Form, an deren Spitze ein halbierter Kürbis angebracht ist. Im Berliner Völkerkundemuseum befanden sich zu seiner Zeit Exemplare mit sechs und sieben Saiten.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ankermanns Beschreibung der Rahmenzithern basiert auf Erkenntnissen, die der Schweizer Zoologe <a href="Johann_B%C3%BCttikofer" title="Johann Büttikofer">Johann Büttikofer</a> bei seinen Expeditionen in <a href="Liberia" title="Liberia">Liberia</a> in den 1880er Jahren gewann. Die allgemeine Darstellung afrikanischer Musikinstrumente übernahm Ankermann aus <a href="Leo_Frobenius" title="Leo Frobenius">Leo Frobenius</a> Habilitationsschrift <i>Der Ursprung der afrikanischen Kulturen</i> (1898). Dort findet sich unter der Überschrift „Die westafrikanischen Saiteninstrumente“ in Absatz 4 „Die Mandingo- und Kru-Laute“. Mit dem erstgenannten Namen bezeichnet Frobenius die aus einem halbkreisförmigen Stab bestehende Rahmenzither. Abgebildet ist ein <a href="Mandinka" title="Mandinka">Mandinka</a> (Mandingo), der ein solches Instrument mit fünf Saiten in senkrechter Position und mit der Kalebasse vor die Brust gedrückt spielt. Die dreieckige „Kru-Laute“ war unter interessierten Europäern Ende des 19. Jahrhunderts bekannter, weil viele <a href="Kru_(Volk)" title="Kru (Volk)">Kru</a> seit langem als Seeleute für europäische Handelsschiffe arbeiteten und auch am <a href="Atlantischer_Sklavenhandel" title="Atlantischer Sklavenhandel">transatlantischen Sklavenhandel</a> beteiligt waren. Mit den Kru verbreitete sich die dreieckige Rahmenharfe entlang der gesamten westafrikanischen Küste und Frobenius gibt an, das abgebildete Exemplar in <a href="Banana" title="Banana">Banana</a> an der <a href="Kongo_(Fluss)" title="Kongo (Fluss)">Kongomündung</a> erworben zu haben. Demnach gab es dreieckige Rahmenharfen mit fünf bis zehn Saiten. Frobenius vermutet eine Entwicklung vom einsaitigen <a href="Mundbogen" title="Mundbogen">Mundbogen</a> über die halbkreisförmige mehrsaitige Rahmenzither, deren Stab in der Mitte, an der die Kalebasse befestigt ist, abgebrochen und dann durch die Querstange der dreieckigen Form stabilisiert worden sei.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ankermann schreibt nicht wie Frobenius „Laute“, sondern „Harfe“. Die Bezeichnung als „(Kru-)<a href="Harfe" title="Harfe">Harfe</a>“ ist im Fall des in der Literatur ab Ende des 19. Jahrhunderts erwähnten dreieckigen Saiteninstruments historisch begründet und nicht mit der Klassifizierung der <a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a> vereinbar, da bei Harfen ein Resonanzkörper in die Konstruktion integriert ist und die Saiten rechtwinklig aus dessen Decke herauskommen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Literatur wird die biblische Leier <i><a href="Kinnor" title="Kinnor">kinnor</a></i> bis heute gelegentlich als „Davidsharfe“ bezeichnet. <a href="Isidor_von_Sevilla" title="Isidor von Sevilla">Isidorus Hispalensis</a> (um 560–636), Bischof von Sevilla, erklärte in seinen auf Latein verfassten Schriften, die biblische Leier, die er <i>cithara barbarica</i> nannte, habe zehn Saiten und die Form eines <a href="Delta" title="Delta">Delta</a>, also eines gleichschenkligen Dreiecks.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Beschreibung wurde das Mittelalter hindurch abgeschrieben, so etwa von <a href="Notker_I." title="Notker I.">Notker dem Stammler</a> im 9. Jahrhundert. Eine Abschrift hiervon aus dem 12. Jahrhundert fügt hinzu, Spielleute hätten die Saitenzahl erhöht und das Instrument <i>rotta</i> genannt (der <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">althochdeutsche</a> Name für eine Griffbrettleier wie die keltische <i><a href="Crwth" title="Crwth">crwth</a></i>). Abbildungen aus dieser Zeit zeigen eine in diversen Varianten dreieckige „Harfenzither“, bei der die Saiten wie bei einer Harfe rechtwinklig aus einem langgestreckten Resonanzkasten herauskommen und zugleich wie bei einer Zither über ein Brett hinweg verlaufen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein solches Resonanzbrett an „Harfenzithern“ gab es offenbar im mittelalterlichen Spanien und Frankreich, weiter nördlich nicht. Dort war die gleichschenklige Dreiecksharfe ein Vorläufer späterer Harfen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie „Harfenzither“ ist „Rahmenpsalterium“ eine typologisch mehrdeutige Bezeichnung, letztere für die Rahmenzither der Kru, die Curt Sachs in seinem <i>Reallexikon</i> (1913) verwendet.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da ein Resonanzbrett fehlt, gehört diese Instrumentengruppe ebenso wenig zu den Brettzithern (314) und damit auch nicht zur Untergruppe der Kastenzithern (314.122). Dort ist neben dem <a href="Hackbrett" title="Hackbrett">Hackbrett</a> auch das <a href="Klavier" title="Klavier">Klavier</a> eingeordnet und da die Klaviersaiten nicht am schwingenden <a href="Resonanzboden" title="Resonanzboden">Resonanzboden</a> (Brett) und auch nicht an der hölzernen Verkleidung (Kasten), sondern an einem stabilen gusseisernen Rahmen befestigt sind, drückten Lars-Christian Koch und Ricarda Kopal (2014) ihre Kritik an der bisherigen Klassifikation mit dem Vorschlag aus, auch das Klavier den Rahmenzithern zuzuordnen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Musical_Instrument_Museums_Online" title="Musical Instrument Museums Online">MIMO</a>, ein Projekt, das sich unter anderem um die Erweiterung und Anpassung der Hornbostel-Sachs-Systematik bemüht, ist diesem Vorschlag bei seinen Überarbeitungen 2011<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und 2017<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> nicht gefolgt. Das <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten#Moderne_universale_Klassifizierungen" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Prinzip der Klassifizierung</a> von Hornbostel und Sachs ist das Kriterium der primären Tonerzeugung, das nur zur Untergliederung um Konstruktionsmerkmale erweitert wird. Beim Klavier erfolgt die Schwingungsübertragung von den Saiten auf den Resonanzboden (Brett) und nicht auf den Gussrahmen, während bei Rahmenzithern die Saitenschwingungen über den Rahmen an die Kalebasse weitergeleitet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spielweise_und_Verbreitung">Spielweise und Verbreitung</h2></div>
<p>Rahmenzithern sind bei einzelnen Ethnien an der westafrikanischen Küste von <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a>, <a href="Sierra_Leone" title="Sierra Leone">Sierra Leone</a>, <a href="Liberia" title="Liberia">Liberia</a> bis in die <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a> verbreitet. Allgemein werden bei der hauptsächlich vorkommenden dreieckigen Rahmenzither zwei unterschiedliche Spieltechniken angewandt. Nahezu alle Musiker halten die Kalebasse mit der Öffnung gegen den Körper und den Rahmen entweder in senkrechter oder waagrechter Position.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bagida">Bagida</h3></div>
<p>Die Kru in Liberia nennen ihre Rahmenzither <i>bagida</i>. Weitere überlieferte Namen für „Kru-Harfen“ sind <i>kani, gambareh</i> und <i>oba</i>. Zwei Exemplare, eines mit sechs und eines mit sieben Saiten, mit einem dreieckigen Rahmen und einer an der Spitze des Rahmens befestigten Kalebassenhalbschale gelangten in den 1880er Jahren aus Liberia ins Berliner Völkerkundemuseum. Das sechssaitige Instrument ist auf der Kalebassenöffnung stehend etwa 65 Zentimeter hoch und 47 Zentimeter breit. Der Durchmesser der Kalebasse beträgt etwa 22 Zentimeter. Die untere Verbindungsstelle der Seitenarme befindet sich außerhalb der Kalebasse.<sup id="cite_ref-Wegner229_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-Wegner229-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Koningei">Koningei</h3></div>
<p>Die <a href="Mende_(Volk)" title="Mende (Volk)">Mende</a> in Sierra Leone halten die Öffnung der Kalebasse gegen die Brust und die Rahmenkonstruktion mit den Saiten senkrecht nach vorn. Die Saiten ihrer <i>koningei</i> zupfen sie mit den Händen von beiden Seiten.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem rechten Handgelenk halten sie den Rahmen auf der rechten Seite an der Spitze und mit den Fingern der linken Hand von oben das Querholz. Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger der rechten Hand zupfen bei einer siebensaitigen Rahmenzither die drei höchsten Saiten, Daumen und Zeigefinger der linken Hand die vier längsten und tiefsten Saiten. André Schaeffner (1951) beschreibt die Handhaltung andersherum: Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zupfen demnach von unten die vier tiefen Saiten, Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand zupfen die oberen Saiten.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Toa,_do"><span id="Toa.2C_do"></span>Toa, do</h3></div>
<p>Die zweite Spieltechnik wenden die Musiker der mehrheitlich in Guinea lebenden Kissi bei der <i>toa</i> und die Weh in der Elfenbeinküste bei der <i>do</i> an. Der sitzende Musiker hält die in seinem Schoß liegende Kalebasse mit der Öffnung gegen den Bauch und das waagrechte Instrument mit beiden Händen an den Stangen. Mit dem Daumen, den Fingerkuppen aller Finger der rechten Hand oder mit einem Plektrum streicht er über alle Saiten, während er mit den Fingern der linken Hand durch leichten Druck die Saiten dämpft, die nicht erklingen sollen.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach anderer Angabe streicht der Spieler der <i>do</i> mit den Fingern der linken Hand von oben über alle Saiten und dämpft mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger der rechten Hand von unten die Saiten: abwechselnd die Saiten 1 (tiefste), 3 und 5, dann die Saiten 2, 4 und 6.
</p><p>Die <i>do</i> besitzt sieben Saiten aus Raphiafasern an einem dreieckigen oder gegabelten Rahmen. Sie wird in den Dörfern zur abendlichen Unterhaltung solo oder zur Gesangsbegleitung, auch an Festtagen gespielt.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beide Spieltechniken werden auch an afrikanischen Leiern angewandt. Bereits der Spieler der altgriechischen <i><a href="Kithara" title="Kithara">kithara</a></i> strich mit einem Plektrum über alle Saiten und dämpfte einzelne Saite mit den Fingern, ebenso wird etwa die <i><a href="Tanbura" title="Tanbura">tanbura</a></i> im Sudan gespielt. Die meisten ostafrikanischen Leiern werden wie die <i>endongo</i> in Uganda und die <i><a href="Tom_(Leier)" title="Tom (Leier)">tom</a></i> im Südsudan mit beiden Händen gezupft.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Koning">Koning</h3></div>
<p>Die <i>koning</i> der <a href="Kpelle_(Ethnie)" title="Kpelle (Ethnie)">Kpelle</a> in Liberia ist eine dreieckige Rahmenzither mit acht oder neun Saiten, die senkrecht vor der Brust gehalten wird. Die mit der <i>koning</i> gespielten Melodien assoziieren bestimmte Handlungen, etwa eine Frau beim Aussäen von Reis oder ein Raubtier, das seiner Beute nachjagt.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Klänge geben in Afrika Stimmen wieder und manchen Musikinstrumenten werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben. Eine tief klingende Saite einer Rahmenzither kann die Stimme der Mutter und die höher klingende Saite die ihres Kindes bedeuten.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf einer Schallplattenaufnahme von 1972 imitiert die <i>koning</i> einen Leoparden, der im Regenwald auf Beutesuche ist. Von den neun Drahtsaiten dieses Instruments heißen die fünf höchsten <i>nonii</i> („Kinder“) und die vier tiefsten <i>heena</i> („Mütter“).<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Daneben verwenden die Kpelle den <a href="Pluriarc" title="Pluriarc">Pluriarc</a> <i>gbegbetele</i> mit einem Kalebassenresonator und Saiten aus Rattanfasern oder Metall. An den Bogenstäben des Pluriarc hängen metallene <a href="Rassel" title="Rassel">Rasseln</a> herunter.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Pendelrasseln, die ein zusätzliches Geräusch produzieren, gehören auch zu anderen Rahmenzithern und sonstigen afrikanischen Musikinstrumenten. An die <i>toa</i> der Kissi werden wie bei der westafrikanischen Stegharfe <i><a href="Bolon" title="Bolon">bolon</a></i> Metallbleche mit Rasselringen gehängt. Manchmal hält der Rahmenzitherspieler auch eine Gefäßrassel in einer Hand und erzeugt so durch die Bewegung beim Zupfen ein prasselndes Geräusch.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Djourou">Djourou</h3></div>
<p>Die fünfsaitige <i>djourou</i> der <a href="Baule_(Volk)" title="Baule (Volk)">Baule</a>, <a href="Anyi_(Volk)" title="Anyi (Volk)">Anyi</a> und <a href="Mo_(Volk)" title="Mo (Volk)">Deg</a> (Degha, Mo) in der Elfenbeinküste kann aus einer Astgabel, einem halbkreisförmigen Stab oder manchmal aus drei Stäben in einem Dreieck gefertigt sein. Die Kalebassenhalbschale wird mit dem waagrechten Rahmen gegen den Bauch gehalten. Indem der Musiker, der üblicherweise nur zur eigenen Unterhaltung spielt, die Öffnung der Kalebasse direkt oder mit etwas Abstand vor seinen Bauch hält, kann er den Klang verändern.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch die leichte Bewegung der Kalebasse zum Körper hin und zurück ändern sich die Luftschwingungen im Resonanzkörper. Eine Schallplattenaufnahme von 1955 eines <a href="Bassa_(Westafrika)" title="Bassa (Westafrika)">Bassa</a>-Musikers in Liberia dokumentiert diese Spielweise bei einer dreieckigen Rahmenzither mit sechs Saiten, die passend <i>Bassa belly harp</i> („Bauch-Harfe“) genannt wird. Der Musiker hält die Kalebasse gegen seinen Bauch und wenn er sie gelegentlich etwas anhebt, entsteht ein „<a href="Wah-Wah" title="Wah-Wah">Wah</a>-Effekt“.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Klangbeeinflussung gehört auch zum Spiel anderer afrikanischer Saiteninstrumente wie der kameruner Kerbstegzither <i><a href="Mvet" title="Mvet">mvet</a></i>, der ostafrikanischen Stabzither <i><a href="Zeze_(Zither)" title="Zeze (Zither)">zeze</a></i> und ist darüber hinaus bei ähnlichen Stabzithern in Südostasien üblich (<i><a href="Phin_phia" title="Phin phia">phin phia</a></i> in Thailand, <i><a href="Kse_diev" title="Kse diev">kse diev</a></i> in Kambodscha).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Ulrich Wegner: <i>Afrikanische Saiteninstrumente.</i> (Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin, Neue Folge 41. Abteilung Musikethnologie V.) <a href="Ethnologisches_Museum_(Berlin)" title="Ethnologisches Museum (Berlin)">Museum für Völkerkunde Berlin</a> 1984</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a>: <i>The History of Musical Instruments.</i> W.W Norton & Company, New York 1940, S. 63</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Erich_Moritz_von_Hornbostel" title="Erich Moritz von Hornbostel">Erich Moritz von Hornbostel</a>: <i>The Ethnology of African Sound-Instruments. Comments on “Geist und Werden der Musikinstrumente” by C. Sachs.</i> In: <i>Africa: Journal of the International African Institute,</i> Band 6, Nr. 2, April 1933, S. 129–157, hier S. 138</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Moritz von Hornbostel, 1933, S. 135</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://collections.ed.ac.uk/stcecilias/record/95877"><i>Adungu (musical bow) – Unknown maker – Pre 1965.</i></a> St Cecilia's Hall, University of Edinburgh, 2024</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Kubik: <i>Generic Names for the Mbira.</i> In: <i>African Music,</i> Band 3, Nr. 3, 1964, S. 25–36, hier S. 29</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://music.africamuseum.be/instruments/english/uganda/ekidongo.html"><i>Ekidongo</i>.</a> Afrikamuseum, Tervuren</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 27f</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 81; Artur Simon: <i>Sudan, Republic of. 1. Music of the Muslim peoples. (iv) Kordofan and Darfur.</i> In: <i>Grove Music Online</i>, 2001</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://recherche.smb.museum/detail/209379/kipokandet"><i>Kipokandet</i>.</a> Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum (Abbildung)</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 81</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Alfred Claud Hollis: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/cu31924029888777"><i>The Nandi. Their Language and Folk-lore.</i></a> Negro Universities Press, Westport (Connecticut) 1909 (Nachdruck 1971), S. 39; Benjamin Kipkios Ng’etich: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.elixirpublishers.com/articles/1673596866_201712019.pdf"><i>Precolonial Nandi Marriage System and Household Relationships.</i></a> In: <i>Elixir Social Studies,</i> Band 113, 2017, S. 49209–49223, hier S. 49219</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Ausdruck ist keine Klassifikation der Hornbostel-Sachs-Systematik oder ihrer Erweiterungen. Vgl. Andrew Tracey: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.anaphoria.com/SndofAfra.pdf"><i>The Scales of Some African Musical Instruments (As Measured in the Field at the Time of Recording).</i></a> In: <i>African Music: Journal of the International Library of African Music,</i> (vor 2014) S. 94–111, hier S. 99</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Alfred Claud Hollis, 1909, S. 39</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 74f</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Michaela Lochner: <i>Zur Musikarchäologie der Hallstatt-Kultur. Forschung im Überblick.</i> In: Dies. (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.austriaca.at/7002-0booklet"><i>Sitularia. Klänge aus der Hallstattzeit gespielt auf rekonstruierten antiken Instrumenten.</i></a> (<i>Mitteilungen der Prähistorischen Kommission</i>, 76) Wien 2011, S. 10</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Beate Maria Pomberger: <i>Stringed instruments of the Hallstatt culture – From iconographic representation to experimental reproduction.</i> In: <i>Slovenská Archeológia Supplementum 1.</i> A .Kozubová, E. Makarová, M. Neumann (Hrsg.): <i>Ultra Velum Temporis.</i> Nitra 2020, S. 471–482, hier S. 472–474</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Francis Galpin: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.152814"><i>The Music of the Sumerians and their Immediate Successors the Babylonians and Assyrians.</i></a> Cambridge University Press, London 1937, S. 82</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Sibyl_Marcuse" title="Sibyl Marcuse">Sibyl Marcuse</a>: <i>A Survey of Musical Instruments</i>. Harper & Row, New York 1975, S. 188f</span>
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<li id="cite_note-Wegner229-19"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Wegner229_19-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wegner229_19-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 229</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Wegner, 1984, S. 76</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_OdcPAAAAYAAJ/mode/1up"><span style="font-style:italic;"><i>Die afrikanischen Musikinstrumente</i>.</span></a> – <a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a> (Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Facultät der Universität Leipzig) Haack, Berlin 1901, S. 22</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Leo_Frobenius" title="Leo Frobenius">Leo Frobenius</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_4hNgAAAAIAAJ/mode/2up?view=theater"><i>Der Ursprung der afrikanischen Kulturen</i>.</a> Verlag von Gebrüder Borntraeger, Berlin 1898, S. 139f</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Ebenso falsch und dem eigenen Titel widersprechend ist die Aussage, eine Rahmenzither sei „typologisch...eine Leier (316.2)“ in: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/musikinstrumente/bestand/inventarliste/de509-586-587-kru-harps/"><i>„Kru Harp“ – Rahmenzithern mit Resonator.</i></a> Julius-Maximilians-Universität Würzburg</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">William Muss-Arnolt: <i>On Semitic Words in Greek and Latin</i>. In: <i>Transactions of the American Philological Association (1869–1896)</i>, Band 23, 1892, S. 35–156, hier S. 127</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Curt Sachs: <i>Handbuch der Musikinstrumentenkunde</i>. 2. Auflage: Leipzig 1930, Nachdruck: Georg Holms, Hildesheim 1967, S. 133f</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Dagmar Groeneveld: <i>Zur Geschichte der Harfe im frühen Mittelalter.</i> In: <i>Die Musikforschung,</i> 26. Jahrgang, Heft 4, Oktober–Dezember 1973, S. 490–493, hier S. 491</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Curt Sachs: <i>Reallexicon der Musikinstrumente, zugleich ein Polyglossar für das gesamte Instrumentengebiet.</i> Julius Bard, Berlin 1913, S. 202, s. v. „Kani“</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Lars-Christian Koch, Ricarda Kopal: <i>Klassifikation von Musikinstrumenten – Zum 100-jährigen Bestehen der Hornbostel-Sachs-Systematik</i>. In: <i>Zeitschrift für Ethnologie</i>, Band 139, Nr. 2, 2014, S. 281–302, hier S. 284</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mimo-international.com/documents/hornbostel%20sachs.pdf"><i>Revision of the Hornbostel-Sachs Classification of Musical Instruments by the MIMO Consortium.</i></a> MIMO-Ergänzung der Hornbostel-Sachs-Systematik, 2011</span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://cimcim.mini.icom.museum/wp-content/uploads/sites/7/2019/01/2017_Addenda_and_Corrigenda_for_H-S_classification.pdf"><i>ADDENDA and CORRIGENDA for the Revision of the Hornbostel-Sachs Classification of Musical Instruments by the MIMO Consortium, as published on the CIMCIM website.</i></a> Anhang zur MIMO-Ergänzung der Hornbostel-Sachs-Systematik, November 2017</span>
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<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">LP <a rel="nofollow" class="external text" href="https://folkways-media.si.edu/docs/folkways/artwork/FW04385.pdf"><i>Music of the Kpelle of Liberia.</i></a> Ethnic Folkways, FE 4385, Aufnahmen von Verlon Stone und Ruth M. Stone, 1972, A-Seite, Titel 2</span>
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<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Konin Aka: <i>Djourou</i>. In: Laurence Libin (Hrsg.): <i>The Grove Dictionary of Musical Instruments</i>. Band 2, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 58f</span>
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<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">LP <a rel="nofollow" class="external text" href="https://folkways-media.si.edu/docs/folkways/artwork/FW04465.pdf"><i>Folk Music of Liberia.</i></a> Ethnic Folkways Records, Nr. FE 4464. Aufnahmen von Packard L. Okie, 1955, B-Seite, Titel 3</span>
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</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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